Kräutertherapie

Kräutertherapie

Heilpflanzen als Arzneimittel

In allen Kulturen sind die Wirkungen von Kräutern bekannt. Natürlich in der TCM und – was leider langsam in Vergessenheit gerät – auch bei uns in Europa.

Die alten Schriften der europäischen Kräuterheilkundigen weisen viele Gemeinsamkeiten mit der Traditionellen Chinesischen Medizin auf. Schon Dioscorides, Lonicerus, Tabernaemontanus, Leonhart Fuchs und Hildegard von Bingen lehrten die energetischen Wirkungsmuster der Heilkräuter.

Die Synthese von westlichem Heilkräuterwissen mit dem Wissen der TCM überzeugt. Unsere einheimischen Kräuter wachsen sozusagen am Wegesrand und sind gut verfügbar. Die Systematik und das differenziertes Anwendungssystem der TCM erschließen unser Verständnis für ihre Wirkungen auf eine neue Art und Weise. Neben Thymian, Johanniskraut, Majoran und Brennnessel kommen ebenso Fenchelsamen, Melissenblätter und andere bekannte Pflanzen zum Einsatz. Weitere Sorten sind meist nur den Heilkundigen und Herbalisten bekannt.

Im Kontext der chinesischen Differenzialdiagnostik werden vielfach Mischungen verwendet. In Kombinationen von fünf bis zehn verschiedenen Pflanzen werden Kräuter aufgrund ihrer thermischen Wirkung (kalt, kühl, warm, heiß), ihres Geschmackes (süß, bitter, scharf, aromatisch, sauer) und ihres spezifischen heilenden Effekts ausgewählt und verschrieben. Diese Mischungen werden meistens als Tinktur oder Tee verordnet. Der Tee wird dreimal täglich über 4-6 Wochen regelmäßig getrunken. Nur so kann die Wirkung der Kräuter zur vollen Entfaltung kommen.

 

Heilkräuter unterstützen und ergänzen die Wirkung anderer Behandlungen in sinnvoller Weise, indem sie den Körper in seiner Selbstheilung unterstützen. Die Rezepturen werden während des Behandlungsverlaufes ständig dem aktuellen Krankheitsbild angepasst. Es werden ausschließlich heimische, westliche Kräuter verordnet.

Häufig gestellte Fragen:

Warum werden keine chinesischen Kräuter verwendet?

Chinesische Kräuter werden sehr viel aufwendiger zubereitet und sind zudem auch teurer. Zum anderen gibt es ein gewisses Qualitätsproblem importierter Kräuter im Hinblick auf chemische Behandlungen der Pflanzen.

Der wesentliche Grund aber ist, dass einheimische Pflanzen für Europäer leichter verträglich sind und auch besser mit den hiesigen Ernährungsgewohnheiten übereinstimmen.

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