Japanische Akupunktur

Die sanfte Akupunktur

Japanische Akupunktur ist eine Heilmethode, deren Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin begründet liegt und die sich eigenständig weiterentwickelt hat. Aus Sicht der Chinesischen Medizin ist der Mensch gesund, wenn das Verhältnis von Yin und Yang ausgeglichen ist. Ist das Gleichgewicht durch äußere oder innere Ursachen gestört, entstehen Beschwerden und Krankheiten. Durch die Akupunktur wird der Fluss der Lebensenergie, das Qi (sprich: Tschi), reguliert. Diese Lebensenergie fließt in den Leitbahnen des Meridiansystems. Als Leitbahnen bezeichnet man ein energetisches Netzwerk, welches nicht nur an der Oberfläche, sondern auch tief im Körperinneren fließt.
Positive Veränderung schon nach der ersten Behandlung

Die Diagnose wird im Wesentlichen durch eine ausführliche Untersuchung des Bauches gestellt. Durch verschiedene Schmerzpunkte, die am Bauch gefunden werden, wird ein bestimmtes Muster erkennbar, das auf Disharmonien im Körper hinweist. Durch Akupunktur, oder Erwärmung spezifischer Punkte, werden über die Meridiane die schmerzhaften Bereiche am Bauch reduziert, was wiederum eine balancierende Wirkung auf die eigentlichen Störungen/Erkrankungen in den betroffenen Organsystemen des Körpers zur Folge hat.

Die versierte Therapeutin kann durch tasten des Pulses die Qualität des Energieflusses im Körper überprüfen. Schon nach der ersten Behandlung kann in der Regel eine positive Veränderung der Pulsqualitäten festgestellt werden.

Anamnese

Im Vorfeld einer Behandlung wird eine ausführliche Anamnese erstellt. Die Auswertung der Vorgeschichte einer aktuellen Erkrankung weist auf Aspekte hin, die möglicherweise zu einer Disharmonie geführt haben. Jedes Detail kann ein Hinweis auf das zugrunde liegende, in der Regel komplexe Krankheitsgeschehen sein.

Neben allgemeinen Fragen zur Vorgeschichte und zum aktuellen Befinden sind für die Diagnosestellung und Festlegung der Behandlung die Betrachtung von Hautfarbe, Gesichts- und anderen Körpermerkmalen, sowie die emotionale Verfassung eines Menschen von besonderer Bedeutung. Der tastbare Puls an den Handgelenken gibt zudem weitere wichtige diagnostische Hinweise.

Technik

Bei der japanischen Akupunktur werden ausschließlich sehr feine Nadeln verwendet. Diese werden an der Hautoberfläche angesetzt und verursachen nur selten unangenehme Reaktionen. Diese Methode ist daher auch besonders für Menschen geeignet, die sonst eine gewisse Furcht vor Nadeln haben. Durch verbrennen von Beifußkraut können Akupunkturpunkte zusätzlich erwärmt werden. Diese Technik nennt man Moxibustion.

Indikationen

Mit Akupunktur kann im Prinzip fast jedes Leiden behandelt werden. Jede Behandlung ist ein Prozess dessen Ziel es ist, Dysbalancen auszugleichen und eine neue Harmonie des Energiesystems wieder herzustellen. Nicht die Symptome selbst, sondern der Grund für eine Erkrankung steht im Vordergrund. Wenn die Ursachen aufgespürt und behoben werden können, verändern sich automatisch auch die sichtbaren Symptome.

Je aufgeschlossener und mutiger man sich zudem mit Lebensthemen auseinandersetzt, die Erkrankungen begünstigen oder gar verursachen können, desto tiefgreifender kann auch die Behandlung wirken.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Akupunktur auf für Kinder geeignet?

Bei Kindern wird in der Regel eine besonders sanfte japanische Kinderakupunkturtechnik angewandt, die Shonishin genannt wird. Shonishin ist eine Akupunkturmethode, bei der keine Nadeln verwendet und die Haut nicht verletzt wird. Es werden Streich-, Vibrations-, Druck- und Klopftechniken angewendet, die Kinder als angenehm empfinden.

Shonishin eignet sich auch für besonders sensible Erwachsene oder Patienten, die Angst vor einer Nadelung haben.

Muss man an die positiven Wirkungen von Akupunktur glauben, damit sie wirkt?

Akupunktur ist ein international anerkanntes Heilverfahren, dessen Wirksamkeit auch durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt wird und nachweisbar bei einer Vielzahl von Erkrankungen hervorragend geeignet ist. Zudem hat Akupunktur den großen Vorteil, dass es, im Unterschied zu medikamentösen Therapien, praktisch keine Nebenwirkungen gibt.

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